´s Kirchenblättle – jüngste Ausgabe

Ein Vater erzählt seinen Kindern die Geschichte von der Himmelfahrt: Wie Jesus von seinen Jüngern Abschied genommen hat und auf einmal
nicht mehr zu sehen war. Darauf sagte der Jüngste: „Wie der Herr Jesus endlich im Himmel angekommen war, sagte Gott-Vater zu ihm: Bleib jetzt mal lieber hier oben, sonst passiert dir wieder was!“
Jesus bringt sich in Sicherheit. Ein einleuchtender Gedanke. Aber ist das die Bedeutung von Himmelfahrt? Dass es mehr als ein Wandertag ist, das legt sich nahe. Immerhin hat es Himmelfahrt zum staatlichen Feiertag geschafft. Aber sonst ist es mit der Bedeutung des Tages ziemlich schwierig. Wer mal im Internet recherchiert, findet Erklärungen, was da passiert sein soll, aber kaum eine Antwort auf das „Warum?“ oder „Und dann?“
Der Grund ist wohl, dass auf der Erde vom Ergebnis nichts mehr zu sehen ist. Bei Weihnachten haben wir ein Kind, an Ostern einen Auferstandenen. An Himmelfahrt ist er einfach weg! Es ist als wäre der Student zu einem Auslandssemester über den „großen Teich“ geflogen und man könnte sich gar nicht vorstellen, wie es ihm da geht. Es sei denn er schickt Bilder und erzählt.
Nun, Bilder vom Himmel haben wir nicht direkt. Das wäre auch nur bedingt hilfreich. Denn wir haben wenig davon, wenn wir wissen, wie es dort ist. Viel wichtiger ist die Frage, was wir davon haben, dass Jesus dort ist. Und dazu gibt es tatsächlich einige Antworten.
Zum Beispiel macht Jesus Platz für den Heiligen Geist. So sagt er seinen Jüngern: „Es ist gut für euch, dass ich gehe. Dann kann der Geist kommen.“ Zum Beispiel wissen wir aus der Bibel, dass Jesus im Himmel für uns betet. Wenn wir es vergessen oder keine Worte finden, dann übernimmt er das für uns. Und natürlich kann er mehr Menschen nahe sein, wenn er nicht in einem einzigen Land lebt.
Seit Himmelfahrt ist die Sache mit Jesus eine weltbewegende Geschichte. Sie merken, es ist ein wichtiger Tag. Also – feiern wir ihn doch – auch unter freiem Himmel! . (Maike Sachs)

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